Propriozeption oder Propriorezeption bezeichnet die Wahrnehmung von Körperbewegung und -lage im Raum bzw. der Lage/Stellung einzelner Körperteile zueinander. Es handelt sich somit um eine Eigenempfindung, sozusagen eine „Sinneswahrnehmung“.
Dazu gehören der:
„Stellungssinn“ – wie stehen die Gelenke zueinander?
„Bewegungssinn“ – findet Bewegung in einem Gelenk statt?
„Kraftsinn“ – wie viel Muskelkraft ist nötig um z.B. einen Ball zu halten?
So ist es ist z.B. möglich, ohne das eigene Knie anzuschauen, zu beurteilen ob es gestreckt oder gebeugt ist. Dies ist Propriozeption.
Jeder Mensch speichert während seiner Entwicklung gewisse propriozeptive Muster als „normal“ ab. Diese können aber auch (z.B. bei einem Plattfuß) schädlich sein.
Eine propriozeptive Einlage will also Eigenwahrnehmung verbessern, oder beeinflussen, so dass durch vermehrte muskuläre Aktivität z.B. der Plattfuß aktiv durch eigene Muskelleistung aufgerichtet wird. Darin liegt auch der Unterschied zur klassischen passiven Einlage.